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Foto: Cyrill Lachauer

SCHUFTEN UND FAULENZEN | SCHASCHINAR E FAR PACHIFIC

Arbeit ist das halbe Leben, sagt man gemeinhin. Ist es aber wirklich nur die Hälfte? Oder gerade noch die Hälfte? Und was wäre die andere Hälfte?

Arbeit umfasst viele Aspekte. Meist wird das Arbeiten jedoch mit Geldverdienen gleichgesetzt. Obwohl es offensichtlich nicht genug bezahlte Arbeit für alle gibt. Die Erwerbsarbeit steckt schon längere Zeit in der Krise. Langsam geht uns diese Form des Arbeitens immer mehr aus. Wer noch Arbeit hat, hat meist zu viel davon. Und wer keine mehr hat, der wird schief angeguckt und fällt im schlimmsten Fall aus dem sozialen Leben heraus.

Der bezahlten Arbeit gegenüber stehen zunehmend unbezahlte oder schlecht bezahlte Arbeiten: ehrenamtliche Tätigkeiten, traditionell weibliche Arbeiten wie Pflege, Erziehung und Bildung, lähmendes Nichtstun oder luxuriöser Müßiggang – und nicht zuletzt künstlerisches Arbeiten. Die Kluft zwischen beiden Polen scheint dabei immer größer zu werden. Wie aber müssen wir Arbeit neu denken, um diese Kluft wieder zu überwinden?

Einen Sommer lang wird das Zentrum für Gegenwartskunst NAIRS einigen Aspekten rund um das Thema Lohn und Arbeit, Tourismus und Kunst nachgehen. Mit einer ortsspezifischen Intervention, einer Diskussionsrunde sowie einer Filmreihe wird SCHUFTEN UND FAULENZEN das Spannungsfeld zwischen Erwerbszwang, Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und Lebenssinn thematisieren und Fragen nach möglichen zukünftigen Arbeits- und Lebensformen im Unterengadin (oder anderswo) nachgehen.

Ein Projekt von Johannes Burr und Christof Rösch
Co-Kuratorin Filmreihe: Martyna Starosta
Veranstalter: Fundaziun NAIRS, Scuol

Foto: Cyrill Lachauer

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